Warum ist es in Deutschland gerade das Klopapier?

Aktualisiert: Aug 10



Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, werden aktuell umfassende Sicherheitsmaßnahmen getroffen. So werden Orte, an denen sich große Menschenmassen versammeln, vorübergehend geschlossen. Außerdem wird empfohlen, soziale Kontakte mit Bedacht zu wählen und auf das Nötigste zu reduzieren, mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten und am besten daheim zu bleiben. Die News sind negativ, Panik macht sich breit und man kann in solchen Zeiten schon mal ins Grübeln kommen…

Gestern bin ich bei eben dieser Tätigkeit zufällig über eine witzige Schlagzeile gestolpert. Frankreich: Rotwein & Kondome neigen sich dem Ende...Deutschland: das Klopapier ist aus. Ja, andere Länder, andere Denkweisen, andere Verhaltensmuster.

In Zeiten der Krise und der eventuell auch bei uns bevorstehenden Ausgangssperre scheinen wir von Angst und mehr oder minder unbewussten Hamster-Käufen getrieben. Warum gerade das Klopapier in Deutschland?


Es gibt bereits einige Artikel dazu, die versuchen, das psychologische Phänomen dahinter zu erläutern, klare Antworten lassen sich dennoch nicht finden. Was also viel interessanter sein könnte: Sind die Franzosen einfach entspannter, lassen sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen? Irgendwie steckt hinter Rotwein und Kondomen jedenfalls ein wenig mehr Optimismus, sich zumindest bei Ausgangssperre den Alltag versüßen zu können – was haben wir stattdessen mit dem ganzen Klopapier vor?*


Angst & Not – unabhängig von jeder Krise – machen jedenfalls erfinderisch oder lähmen dich. Die Frage, die natürlich auch mich als Personal Coach und Trainer beschäftigt:


Was tun, wenn das Fitnessstudio dicht macht?


Klar, Neukundengewinnung wird gerade schwer...da ist es gut, auch andere Geschäftsideen zu haben oder zu entwickeln. Aber ich habe natürlich auch Kunden, die dennoch gerne weiter trainieren möchten, ihre sozialen Kontakte also auf das Wesentliche reduziert ;).

Was kannst du also tun, wenn du jetzt nicht gerade über ein gut sortiertes Trainings-Equipment für zuhause verfügst und trotzdem gerne trainieren möchtest?


Es bietet sich an, mit eigenem Körpergewicht daheim oder in der Natur zu sporteln. Das tut gut, stärkt das Immunsystem und erlaubt, auf andere Gedanken zu kommen sowie den Fokus auf andere Trainingsarten zu legen, die ggf. im ‚Normalbetrieb‘ zu kurz kommen. So kann es etwa eine willkommene Abwechslung sein, deinen Körper mehr zu dehnen, zu entspannen und dem Körper Zeit für Erholung zu gönnen, um dann wieder mit vollen Akkus durchzustarten.


In der Natur kannst du die Kondition mit knackigen Workouts trainieren, etwa mit spielerischen Elementen wie Routenlauf mit dem Football (nötige Distanz gewahrt!), Seilhüpfen oder einfach nur einer Runde Joggen zum Durchatmen. Auch bieten Varianten von Kniebeuge, Liegestütze & Co. mit eigenem Körpergewicht im hohen Wiederholungsbereich Trainingsreize. Achtung: Eventuell ‚spürst‘ du deinen Körper so intensiv wie nie – nach so einem Workout ;)


Wie nutze ich die Krise also opportunistisch?


Ob als Trainierender oder als Unternehmer. Im Sinne der Abwechslung und der Kreativität ist die aktuelle Krise definitiv auch eine Chance Dinge auszuprobieren. Vielleicht findest du aber auch einfach endlich ein paar ruhige Stunden für das Buch, das du schon lange lesen wolltest oder nutzt die ‚Brachzeit‘ für Online-Weiterbildungen, -Seminare und -Coachings?


Auf alle Fälle ist eine ‚Entschleunigung‘ des Alltags momentan deutlich sicht- und spürbar, die vielen bestimmt ein wenig Raum verschafft. Raum, den man auch für sich nutzen kann. Zeit zur Reflexion, Stärkung und Orientierung. Denn das Leben ist kurz – egal, ob nun mit Virus oder ohne und erst recht ist diese Situation nicht die erste Krise, die uns ereilt, in der uns der Staat neue Regeln auferlegt und uns zwingt, unsere Denkweisen, Verhaltensmuster und offensichtliche Bedürfnisse und Routinen zu hinterfragen. Blicken wir erneut 2000 Jahre zurück: 'In jeder Lage kann der wackere segensreich wirken, (…) ob er, in seinem Tun beschränkt, nicht mit vollen Segeln fahren darf, müßig und stumm sein muss, ob er einen engen Wirkungskreis hat oder einen weiten (…). Weitaus das Beste ist es daher, in der ‚Geschäftigkeit‘ kreativ zu werden und diese ‚abwechseln zu lassen mit Ruhe, sooft die Tätigkeit durch zufällige Hindernisse oder durch Verhältnisse des Staates behindert wird.' (Vgl. Seneca: Von der Gemütsruhe.) Du siehst – wie eh und je: in der Ruhe liegt die Kraft und uns macht die Not zumindest erfinderisch ;). Zu welcher Gruppe der 'Hamsterkäufer' zählst du dich? Und wie verhältst du dich aktuell? Das und mehr würde uns interessieren und falls du gerade einfach auch ein bisschen Inspiration für dein ortsungebundenes Training benötigst, melde dich doch einfach bei uns. Wir freuen uns, dich beraten zu dürfen.

Abschließend sei unser Standpunkt noch einmal klar gemacht: Wir wollen die aktuelle Notsituation keinesfalls ins Lächerliche ziehen und appellieren auch an die Vernunft, sich an die staatlichen Auflagen zu halten, jedoch möchten wir euch dazu ermutigen, aus dieser Zwangslage das Beste zu machen und nach vorne zu blicken.

*P.S.: Schätze dich glücklich, wenn du dich bereits eingedeckt hast, ansonsten solltest du schleunigst zur Tempobox greifen, davon gibt’s noch ein paar ;).

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