• Johanna Rossmanith

Eine Pille für alles?


Gesünder, schlauer, fitter – und zwar am besten schon gestern.


Trainings- und Ernährungskonzepte und Produkte, die unmittelbare Erfolge bei wenig Aufwand versprechen, gibt es en masse. Oft besiegt die Hoffnung auf schnelle und bequeme Abhilfe die deutlich weniger attraktiven, langfristig angelegten Entwicklungsprozesse, welche aber Ursachen beheben und auf lange Sicht Früchte tragen. Kein Zweifel – es gibt durchaus kurzfristige Ansätze, die unter gewissen Voraussetzungen schnell zu Ergebnissen führen und – für bestimmte Situationen gezielt eingesetzt – ihre Berechtigung haben. Jedoch wird eine kurze Intervention oder Kur keine jahrelangen Gewohnheiten kompensieren können.


Möglicherweise hast auch du bereits ganz viel ausprobiert?

Im Grunde kann bei der Flut an gesundheitsbezogenen Informationen, Tipps und Tricks keiner mehr wissen, was richtig, wichtig und zielführend ist. Optimierungsstrategien hinsichtlich Energielevel, Gewichtsreduktion und Leistungsfähigkeit münden teilweise in ungesunden Verhaltensmustern der Selbstkasteiung, führen im Extremfall zu Neurosen und Zwanghaftigkeit. Wir haben uns lange damit auseinandergesetzt, worauf es uns bei unserem Ansatz der Ganzheitlichkeit im Kern tatsächlich ankommt. Welche Lösungen wir für welche Ziele bieten können. Und wie wir es schaffen, uns als leistungsorientierte Menschen den Druck zu nehmen. Der nachfolgende Beitrag stellt Auszüge dar, die betonen, dass unsere Gesundheit eine langfristig angelegte Lebensaufgabe ist. Kurzfristige Lösungen erfüllen lediglich kurzfristige Bedürfnisse. Unsere Aufgabe sehen wir aber darin, genau herauszufinden, welche Konstitution jeder einzelne besitzt, um aus kurzfristigen Ansätzen ‚nachhaltige‘ Strategien zu entwickeln.


Werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf die logischen Effekte der Bewegung und später auf tradierte Ernährungsformen im Allgemeinen, um unser Verständnis von ‚Nachhaltigkeit‘ zu erläutern.


Welche positiven Nebeneffekte hat Bewegung auf unser Betriebssystem?

Unser Gehirn beispielsweise profitiert in vielfältiger Weise von Bewegung. Sport macht uns glücklich. Denn dabei sinkt insgesamt die Aktivität des präfrontalen Kortex – Nachdenken, Ängste und Sorgen werden weniger akut. Es wird mehr Dopamin produziert. Dieser Neurotransmitter ist beim Sport verantwortlich für Lust auf mehr. Und auch der Pegel des Hormons Cortisol, das vor allem bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird, sinkt. Wir nehmen uns den Druck, unter dem wir stehen und schalten den Kopf aus. Ist unser Cortisollevel im Blut zu hoch, kann zielgerichtetes Verhalten beeinträchtigt werden und Zellen im Gedächtniszentrum zerstört werden. Wissenschaftlich belegt ist also:

„Regelmäßiger Sport regt die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und damit die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus an.“

Sport verbessert die Durchblutung des Gehirns, so entstehen neue Äderchen. Zu guter Letzt wirkt sich regelmäßige Bewegung auch auf die Arbeitsweise des Gehirns aus. Sport verbessert folglich die Aufmerksamkeitsleistung, die sogenannten Exekutivfunktionen wie Impulskontrolle und Handlungsplanung werden optimiert, langfristig ein positiver Effekt auf unser Arbeits- und Langzeitgedächtnis. Was uns gesünder, schlauer und fitter machen kann. Nicht aber, wenn alles schnell gehen muss. Unsere Gesundheit ist eine langfristig angelegte Lebensaufgabe und damit eine immer wiederkehrende Herausforderung.


Wie gelingt es, kontinuierlich den nötigen Willen aufzubringen?

Im Training verfolgen wir das Prinzip, immer wieder neue Impulse zu setzen. Training sollte ein Wechselspiel zwischen Gehirn, Herz und Bauch abbilden und Abwechslung gewährleisten. Konkret beinhaltet unser Personal Training-Ansatz deshalb verschiedenste Elemente aus unterschiedlichen Sportarten, die gleichermaßen Gehirn, Herz und Bauch beanspruchen. Der Kopf arbeitet bei den Übungen unterschiedlich stark, Herz und Bauch sind für das gute Gefühl verantwortlich. Wie oben beschrieben werden dabei wichtige Hormone ausgeschüttet.

Eine Kombination aus Football, HIIT, Sprints, Conditioning, Bodyweight Training, Hantel- & Kettlebellübungen, Box- und Kickbox-Elementen bilden eine gute Mischung.

Eine Mischung für Auspowern, Geschicklichkeit und immer wieder überraschend Neues, um so für konstante und kontinuierliche Reize zu sorgen, die Lust auf mehr machen.


Welche positiven Nebeneffekte hat eine ausgewogene Ernährung auf unser Betriebssystem?

Ähnlich verhält es sich mit unserer Ernährung. Vielfalt, Experimentieren, Freude an der kreativen Zubereitung. Einige Lebensmittel haben beispielsweise besondere Effekte auf unsere Gesundheit. Gerade in der traditionellen mediterranen, skandinavischen oder japanischen Küche. Eine wichtige Zutat in allen drei Regionen: der Fisch bzw. ein Reichtum an Omega-3-Fettsäuren. Sie halten das Nervensystem nachweislich gesund. Studien zufolge sollen Fisch und andere Quellen von Omega-3 auch vor Psychosen und Depression schützen, Entzündungen vorbeugen und damit unser Stresslevel niedrig halten. Doch einmal drei Monate gesund essen, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch in der Mittelmeerregion ist es die gesunde Mischung aus guten Fetten, antioxidantienreichem Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, mäßigen Mengen an magerem Fleisch und Rotwein, wenig Zucker und generell kaum industriell verarbeitete Lebensmittel – bewusst, tradiert und ohne Zwang. Sardinen, Thunfisch, Lachs sind Beispiele für „einen hohen Anteil an DHA, einer Fettsäure, die zum Wachstum von Nervenzellen“ beiträgt. Ja und auch in Japan, genauer in Okiwana, ernähren sich die Bewohner beispielsweise von lila Süßkartoffeln statt Reis. Laut der WHO haben diese Menschen in Japan die höchste Lebenserwartung. Aber eben nicht, weil sie einmal eine lila Süßkartoffel verspeisten, sondern weil die lila Süßkartoffel statt Reis zur konstanten Beilage wurde.


Der Effekt dieser Lebensmittel und Ernährungsweise kann ebenso wie bei der Bewegung lediglich über Langfristigkeit und Bewusstmachung eintreten. Klingt alles logisch? Aber oft ist der Druck zu hoch, die Zeit zu knapp, und so geben wir der Lebensmittelindustrie reichlich Anlaufstellen, uns immer wieder mit neuen vielversprechenden Produkten zu beglücken, die uns schnell ‚gesund und fit‘ machen sollen. „Die Werbeprofis machen sich durchaus das moderne Streben nach Selbstoptimierung zu Nutze.“ Nur derjenige bleibe fit, schlau und jung, der Lebensmittel mit Zusatznutzen kaufe. So nehmen wir mittlerweile vermehrt „das noch junge Krankheitsbild der Orthorexie“ wahr, bei dem die optimierte Ernährung zum Zwang wird.


Was sieht unser Ansatz vor?

Unsere Erfahrung zeigt, dass es gar nichts bringt, alle Ergebnisse der Forschung hinsichtlich Diäten, Nahrungsergänzung oder Trainingstipps und Trends umsetzen zu wollen. Und nein, eine Pille für alles, die gibt es nicht. Dennoch: Oft können kleine und einfache Veränderungen Großes bewirken. Unserer Meinung nach sollte sowohl bei Training als auch der Ernährung vor allem den oft selbst auferlegten Zwängen vorgebeugt werden. Wie unsere Großeltern schon wussten: „Von allem e bissel.“ Und so ist es wichtig herauszufinden, was dir leichtfällt auch langfristig umzusetzen und wo du immer wieder neue Impulse herbekommst. Denn wenn du dich beim Sport zu sehr unter Druck setzt oder aber Dinge isst, die dir überhaupt nicht schmecken, und darüber hinaus immer wieder Dinge tust, die dir im Grunde widerstreben, könnte das kontraproduktiv sein. Als Trainer, Coach und Impulsgeber bieten wir dir vielfältige Optionen, schauen uns gemeinsam deine Bedürfnisse und individuellen Gegebenheiten an und finden das für dich richtige Maß. Wir kombinieren im Training und in der Ernährungsberatung wissenschaftliche Ansätze mit jeder Menge Praxiserfahrung und setzen auf Strategien, die über kurzfristige Erfolge hinausgehen, die alltagstauglich sind und ‚nachhaltig‘ für dich funktionieren.

Inhaltlich, zeitlich und örtlich sind Flexibilität und unsere Hands-On-Mentalität die wichtigsten Pfeiler.

Denn es gibt nicht das ‚Eine‘, das für jeden funktioniert, doch gibt es für jeden das ‚Eine‘, das funktioniert. Und das gilt es zu bestimmen.


Gerne beraten wir dich in einem unverbindlichen Erstgespräch.

In Anlehnung an Gehirn&Geist. Highlights 2/2019.


Quellen:

  • Beitrag von Ulrich Pontes, S.66-67.

  • Smith, P. et al.: Aerobic Exercise and Neurocognitive Performance: A Meta-Analytic Review of Randomized Controlled Trials. In: Psychosomatic Medicine 72, S.239-252, 2010.

  • Interview mit Agnes Flöel. S.56-57.

  • Beitrag von Bret Stetka, S.49-55.

  • Beitrag von Mascha Elbers, S.58-65.

  • Jacka, F.N. et al.: Western Diet is Associated with a Smaller Hippocampus: A Longitudinal Investigation. In: BMC Medicine 13, 215, 2015.

  • Sarris, J. et al.: Nutritional Medicine as Mainstream in Psychiatry. In: Lancet Psychiatry 2, S.271-274, 2015.

Weitere Quellen:

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